DVM – U10

Bewundernswerte Kinder

Bei der Deutschen Vereinsmeisterschaft U10 in Stuttgart zeigte unsere Werder-Mannschaft, wie viel Mut, Leidenschaft und echter Teamgeist in Kinder stecken können. Besonders berührend war, wie Routiniers und Neulinge Seite an Seite an diesem großen Ereignis über sich hinauswuchsen.​

Turnier in Stuttgart

Vom 27. bis 30. Dezember 2025 trafen sich in der Jugendherberge Stuttgart International die besten deutschen U10-Vereinsmannschaften zur DVM. Gespielt wurden sieben Runden im Schweizer System, jeweils mit langer Bedenkzeit und Notationspflicht – eine enorme Konzentrationsleistung für so junge Kinder.​

Unsere Werder-Kinder

Für Werder gingen Moritz und Lene Romberg, Theodor Henken und Xenia Erika-Joyce Marschlich an den Start und vertraten die grün-weißen Farben mit großer Hingabe. Moritz und Lene brachten bereits reichlich Turniererfahrung mit, während Theodor und Xenia sich zum ersten Mal auf dieser großen Bühne beweisen mussten.​

Mut der Neulinge

Es verdient tiefen Respekt, wenn Kinder wie Theodor und Xenia sich einer Deutschen Meisterschaft stellen, wohl wissend, dass viele Gegner bereits deutlich mehr Partien und Wertungszahl auf dem Konto haben. Umso beeindruckender ist es, wenn sie in dieser Umgebung nicht nur mithalten, sondern eigene Erfolgserlebnisse sammeln und wertvolle Erfahrungen für ihre noch junge Schachkarriere mitnehmen.​

Stärke der Routiniers

Genauso bewundernswert ist das Verhalten der erfahreneren Mitspieler: Lene und Moritz trugen nicht nur mit ihren Partien zum Mannschaftserfolg bei, sondern gaben ihren weniger routinierten Teamkollegen Halt, Zuversicht und praktische Tipps vor und nach den Runden. Dieses Miteinander auf Augenhöhe, trotz Leistungsunterschieden, zeigt, wie sehr in dieser Mannschaft das „Wir“ vor dem „Ich“ steht.​

Gelebter Teamgeist

„Wir gewinnen zusammen und verlieren zusammen“

Genau dieser Satz beschreibt, was Werder bei dieser DVM ausgemacht hat. Aus einzelnen Parteien wurde ein gemeinsames Abenteuer, aus nervösen Momenten wurden Geschichten, an die sich alle noch lange erinnern werden – und aus vier Kindern wurde ein echtes Team .​

…und genau diese Mischung aus Mut und Miteinander hat die vier Tage in Stuttgart geprägt. Schon vor der ersten Runde war klar: Rein nach DWZ würden andere Teams als Favoriten ins Rennen gehen, doch unsere Kinder reisten nicht nur mit Zahlen, sondern vor allem mit Herz an. Jede Party war ein kleines Abenteuer, jeder Zug ein Schritt ins Unbekannte – besonders für Theodor und Xenia, die sich zum ersten Mal auf einer Deutschen Meisterschaft an die Bretter setzt.

Moritz und Lene gingen nach vorne, trugen die Verantwortung an den Spitzenbrettern und zeigten, wie viel Erfahrung und Kampfgeist in so jungen Jahren bereits heranreifen können. In vielen Momenten waren sie es, die mit einem Lächeln, einer kleinen Analyse oder einem aufmunternden Satz die Anspannung aus der Mannschaft nahm. Theodor und Xenia hören zu, stellt Fragen, lernten – und wachsen von Runde zu Runde über sich hinaus. Manchmal war der Blick auf das Ergebnisfeld hart, wenn eine gut gespielte Party am Ende doch verloren ging, aber genau dann zeigte sich der Charakter dieser Kinder: Tränen wurden getrocknet, Fehler gemeinsam angeschaut, und schon kurz darauf saßen alle wieder zusammen am Brett, um Stellungen nachzuspielen und neue Ideen zu entdecken.

Am Ende standen 11,5 Brettpunkte und 4 Mannschaftspunkte auf dem Papier – Zahlen, die knapp auf den ersten Blick vielleicht unscheinbar wirken, aber die Geschichte dahinter erzählen von Kämpfen, zähen Verteidigungen, unerwarteten Remisen und mutigen Gewinnversuchen. Jede halbe und jede ganze Punkteteilung war hart erarbeitet und ein kleiner Triumph gegen Nervosität, Müdigkeit und starke Gegnerschaft.

Mario Barth: „Verlieren ist ganz wichtig! Okay!? Das müssen wir wieder lernen! Das ist nicht schlimm, okay! AUFSTEHEN!!! WEITERMACHEN!!!“

Quelle: https://www.facebook.com/watch/?v=1915039562699899

Der 36. Platz in der Abschlusstabelle mag statistisch sein, doch für unsere vier Kinder ist er verbunden mit sieben intensiven Runden, langen Tagen im Turniersaal, gemeinsamen Pausen und dem guten Gefühl, sich dieser Herausforderung wirklich gestellt zu haben. Dabei geriet nie in Vergessenheit, dass dies eine Mannschaftsmeisterschaft ist. Wenn jemand vorne gewann, strahlten sie hinten alle mit; Wenn einmal ein Brett leer ausging, wurde nicht gesucht, wer „schuld“ war, sondern gemeinsam nach vorne geschaut. „Wir gewinnen zusammen und verlieren zusammen!“ – dieser Satz war keine Floskel, sondern wurde in Stuttgart gelebt. Vielleicht ist genau das schönste Ergebnis dieser DVM: Vier Kinder, die nicht nur Punkte gesammelt, sondern Vertrauen, Freundschaft und echte Teamstärke gewonnen haben.

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