Schnellschach ist systemrelevant!

Schnellschach muss stattfinden.
Immer. Überall. Egal wie.
Denn wir sind schließlich abhängig von den erleuchteten Entscheidern des NSV. Selbst denken? In Bremen? Um Himmels willen.

Weser-Tunnel gesperrt?
ÖPNV im kollektiven Feierabendmodus?
Eis, Schnee, Chaos?

Völlig egal. Schach wird gespielt.
Notfalls kriecht ihr halt. Oder robbt. Oder lasst euch per Hubschrauber abseilen. Wer es nicht schafft, hat halt „Pech gehabt“. Eigenverantwortung heißt schließlich: Du bist schuld, wenn du stirbst.

Auto vor den Baum gesetzt?
Tja. Blöd gelaufen.
Auf dem Weg ausgerutscht und auf die Fresse gepackt?
Dann steh gefälligst auf und spiel Runde eins. Jammern ist unsportlich.

Dass Menschen vielleicht andere Prioritäten haben könnten – Sicherheit, Gesundheit, Vernunft – ist natürlich völlig abwegig. Dafür gibt es schließlich Funktionäre, die von warmen Stühlen aus heldenhaft entscheiden, dass alles zumutbar ist. Für die anderen.

Lieber Gott, gib den Menschen ein Gehirn.
Oder wenigstens den Mut, es zu benutzen.
Und wenn das schon zu viel verlangt ist: eine eigene Meinung wäre auch ganz nett.

Ich mache da nicht mit.
Ich applaudieren nicht.
Ich nicke nicht brav.

Ich sage es mit den Böhsen Onkelz – und meine es genauso:

OHNE. MICH.

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert